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Honig im alten Rom


Bei den Römern zählte Bienenhaltung zur Allgemeinbildung. Nicht nur Naturwissenschaftler und Geographen wie Plinius oder Strabo befassten sich damit, sondern auch Dichter und Historiker wie Livius, Vergil und Ovid. Man ließ sogar Körbe mit Sichtfenstern bauen, um das Verhalten der Bienen besser studieren zu können. Die Imkerei war im Römischen Reich weit verbreitet und der Profit so gut, dass sich jeder römische Gutsherr wenigstens einen Bienensklaven hielt, der das Melarium, das Bienenhaus, betreute.

Die stolzen Gewinne führten dazu, dass viele Berufsimker sogar zusätzliche Bienenstände auf dem Land pachteten. Insgesamt erreichte die Bienenzucht ein hohes Niveau. Honig wurde als universelles Heilmittel bewundert, die Anwendungen reichten von der Behandlung von Fieber, Potenzstörungen und Wunden bis zu Depressionen. Ein Leitsatz der römischen Ärzte war: „Iss Honig, und du bleibst gesund“.

 

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